Die Vampire

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    • Die Vampire


      Übersicht
      • Die Gestalt der Vampire
      • Die Ernährung des Vampires
      • Die Wandlung zum Vampir
      • Die Fähigkeiten des Vampires
      • Die Schwächen des Vampires
      • Die Geschichte der Vampire
      • Der Codex der Vampire
      • Die Blutgattungen
      • Über die anderen


    • Die Äußerlichkeiten

      Die körperlichen Eigenschaften der Vampire

      Die Haut so weiß wie Marmor, engelgleiche Gestalt und eine unnatürlich hohe Anziehungskraft, dies wird den Vampiren im Allgemeinen nachgesagt. Allerdings sind dies nur die verzerrten Ansichten eines verängstigten Volkes.

      Attraktivität

      Auch wenn sich ein Vampir optisch erst einmal kaum von einem gewöhnlichen Menschen unterscheidet, geht von ihnen eine Aura aus, die auf einen Großteil der Menschheit sehr anziehend wirkt. Deshalb sagt man den Vampiren auch eine außergewöhnliche Schönheit nach - selbst wenn sie es nicht sind - da man sich dies anders nicht erklären kann. Diese außergewöhnliche Ausstrahlung soll im eigentlichen Sinne den Vampiren bei der Jagd nach ihrer Beute dienen, um weniger aufzufallen, während er seine Beute an einen abgelegenen Platz bringt und sich von ihr nährt. Viele Vampire nutzen Ihre Gabe allerdings auch aus, um in der menschlichen Gesellschaft an hochrangige Titel zu kommen und Einfluss auf politische sowie anderweitige Geschehen auszuüben.

      Makel(-losigkeit)

      Vampire verharren in dem Zustand, in dem sie gebissen wurden. Größere Makel oder dergleichen werden nicht entfernt. Ausnahmen sind einfache Brandwunden, allerdings Narben, die durch Nadel und Faden hervorgerufen wurden, bleiben bestehen. Von selbst und ohne menschliches Zutun verheilte Wunden, verschwinden gänzlich. Ausgenommen sind Unreinheiten, die schon immer existierten. Der Körper wird in dem Zustand, in dem er den Kuss empfing, perfektioniert und wenn die entsprechende Person zu dem Zeitpunkt deformiert, in den Augen der meisten hässlich war oder ihr irgendwelche Extremitäten fehlten, so bleiben diese Makel erhalten. Die Vampire sind den anderen dadurch allerdings in nichts unterlegen. Das entfaltete Potenzial bleibt bei allen dasselbe. Dass Vampire trotzdem einen ungeheuren Sinn für Ästhetik und Schönheit haben, steht auf einem anderen Blatt Papier und so suchen Vampire wie aus einem Instinkt heraus, nur das Schöne, anstatt wahllos Menschen zu ihresgleichen zu machen.

      (Un-)natürliche Blässe

      Ihre Haut ist unnatürlich hell, tatsächlich erscheint sie wie weißer Marmor, da kein Blut mehr durch ihre Adern fließt und lediglich, wenn sie sich genährt haben, ein Hauch von Rosé ihre Wangen färbt. Ansonsten fallen die Vampire stetig durch ihre unnatürliche Blässe auf. Nimmt ein Vampir zu wenig oder zu lange kein Blut mehr zu sich, nimmt es ungesunde Ausmaße an und die Haut wird bläulich, wie bei jemand, der an Blutarmut leidet.

      Mangel an Blut

      Ohne Zweifel kann ein Vampir – niemand weiß eigentlich genau wie lange – ohne Blut auskommen, allerdings verfällt er zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer Art Starre, bis seine Lippen wieder mit genügend Blut besetzt wurden. Ihr Äußeres kann dabei durchaus mumienartige Ausmaße annehmen. Manche Vampire versetzen sich so mit Absicht in einer Art Ruhezustand, um die aktuelle Epoche zu überdauern. Außerdem wird dieses gerne auch als Freiheitsstrafe verwendet, um ihresgleichen einen Denkzettel zu verpassen, wenn sie sich daneben benehmen, d.h. gegen den Codex der Vampire verstoßen.

      Veränderungen

      Ansonsten sehen die Vampire menschlich aus, was sich erst ändert, wenn sie ihre wahre Natur offenbaren. Wenn die Kinder Draculas sich in den Vampir verwandeln, verfärbt sich die Iris ihrer Augen in ein blutiges Rot, das von innen heraus zu leuchten scheint. Nur der Fürst der Finsternis hat gänzlich schwarze Augen, wodurch er sich von seinen Nachkommen abhebt. Diese Veränderung kann auch emotionsabhängig durchkommen. Wenn ein Vampir also besonders aufgewühlt ist, kommt es des Öfteren vor, dass die vampirischen Augen die Oberhand gewinnen. Im Blutdurst erscheinen auch ihre überaus spitzen Eckzähne, die in der menschlichen Gestalt eingefahren werden können.

      Alterungsprozess

      Vampire altern äußerst das langsam. Auch wenn allgemein angenommen wird, dass sie überhaupt nicht altern, so altern sie doch in 100 Jahren um ungefähr ein Jahr. Was sich daran äußert, dass sie reifer erscheinen, aber ein mit zwanzig gebissener Mann, wird niemals wie ein Greis anmuten. Dasselbe gilt für Kinder, diese erreichen niemals das Erwachsenendasein, einfach weil ihre Körper aufgehört haben, sich weiter zu entwickeln und die nötigen Stoffwechselvorgänge, die hormonellen Veränderungen, die dafür vonnöten sind, nie eingetreten sind und nie eintreten werden. Daher empfinden es viele Vampire auch als grausam ein Kind zu wandeln, weil ein Kind geistig natürlich wächst, aber immer im Körper eines Kindes gefangen bleiben wird. Haare und Nägel wachsen nicht weiter, doch wenn man sie schneidet, verwandeln sie sich fast augenblicklich wieder in den Zustand zurück, in dem sie waren, als die betreffende Person gewandelt wurde.

      Fortpflanzung

      Es ist für die Vampire übrigens unmöglich sich auf menschlicher Art und Weise fort zu pflanzen. Sie empfinden zwar Lust, allerdings bleibt ihnen die Leibesfrucht verwehrt.
    • Die Ernährung

      Die Ernährung des Vampires

      Entgegen der allgemeinen Annahme, kann ein Vampir durchaus menschliche Nahrung zu sich nehmen, allerdings wird diese im Körper nicht verarbeitet und muss auf demselben Weg wieder losgeworden werden, wie man sie zu sich genommen hatte. Viele Vampire pflegen daher nur eine Kleinigkeit zu probieren und dann direkt in ein Tuch zu spucken.

      Geschmacksinn

      Auch wenn der Geschmackssinn erhalten bleibt, verlangert sich dieser mit der Zeit nach und nach auf das Blut. Sterbliche Geschmäcker können zwar weiterhin wahrgenommen werden, die Vampire empfinden sie jedoch als überaus fad. Je reifer und älter sie werden, desto mehr Unterschiede im Blut schmecken sie. Nach einer Weile können sie sogar das Alter einer Person bestimmen oder auch ob die Person an Krankheiten oder etwas anderem leidet. Zwar sind sie nicht in der Lage, genauer Diagnosen zu stellen, aber wenn ein Mensch krank ist, schmeckt es überdeutlich heraus. Denn das Blut nimmt einen bitteren Beigeschmack an. Auch andere Eigenschaften sind sie in der Lage zu erkennen und es kann bei dem Geschlecht der Person anfangen und bei seinen Interessen aufhören. Diese Fähigkeit – lasse mich von dir trinken und ich erzähle dir wer du bist – erlangen sie selten vor dem 200. Lebensjahr. Auch ist es nicht ganz richtig zu sagen, dass sie die Unterschiede schmecken. Mehr dazu allerdings unter Blutgattungen.

      Rauschmittel

      Wie alle anderen Sinne, sind auch die Geschmacksnerven um einiges stärker als die der einfachen Menschen. Allerdings bleiben die Wirkungen von Alkohol und anderweitigen Drogen aus, es sei denn sie nehmen diese durch das Blut auf. Wenn sich ein Vampir von einem betrunkenen Menschen nährt, ist er kurzzeitig ebenfalls betrunken und gleichzeitig eine große Gefahr, da die sonstige Kontrolle über seine Fähigkeiten und über sein Blutdurst, kräftig ins Wanken gerät. Daher meiden Vampire betrunkene Menschen, da ihr Blut unrein und wenig schmackhaft riecht, allerdings gibt es einige Junkies, die meinen, dass sie irgendwann die Kontrolle darüber gewinnen würden, was aber nicht der Fall ist. Drogen wirken im Prinzip genauso, allerdings werden Vampire davon nicht abhängig, genauso wenig wie vom Alkohol. Die Zellen nehmen diese ungewohnte Nahrung nach und nach auf und verarbeiten es wie das Blut vollkommen. Das funktioniert allerdings nur bei Alkohol, bei anderen Drogen musste Vampir es auswaschen wie beim Gift. Wenn Gift im Spiel ist, stirbt er nicht daran, allerdings ist er garantiert für zwei Wochen nahezu ausgeknockt, bis das Gift seinen Körper verlassen hat. Dies funktioniert über eine Art Blutwäsche, der Vampir nimmt Blut zu sich, schneidet sich die Venen auf und lässt es komplett oder zum größten Teil hinaus fließen, um dann die nächste Person zu beißen.

      Häufigkeit

      Ein Vampir in seine ersten 2-3 Jahren, sollte alle ein bis drei Tage Blut zu sich nehmen. Dabei reicht ein großer Teil des Blutes eines ausgewachsenen Menschen. Mehr als einen Menschen pro Tag, kann der vampirische Körper nicht verarbeiten, alles darüber hinaus ist verschwendet, sie werden dadurch keineswegs stärker, geschweige denn, dass sie länger ohne Blut durchhalten. Mit der Zeit wird das benötigte Blut immer weniger, bis ein Vampir mit ungefähr zehn Jahren bereits gut einen Monat ohne Nahrung durchhalten kann, einfach weil seine Kontrolle entsprechend gut ist. Länger als sich nur einmal im Monat zu nähren, würde ungesunde Folgen haben. Dies ändert sich auch nicht, wenn sie älter werden. Ein Monat ist das Maximum an Zeit zu sparen, die der Vampir zu warten in der Lage ist. Von Vampire verursachte Bisswunden können übrigens wieder verschlossen werden, indem der Vampir drüber leckt. Vampirblut hat übrigens absolut keinerlei Nährwert, soll allerdings hervorragend munden. Was das Blut von kranken Menschen betrifft, macht es ihnen nichts aus, ist allerdings auch nicht besonders nahrhaft für sie.

      Wirkung auf den Gebissenen

      In den meisten Fällen fühlen sich die Personen, während sie gebissen werden, seltsam berauscht und in einem Moment der Ekstase. Allerdings können sich die meisten hinterher nicht daran erinnern, da der Vampir ihnen die Erinnerung, an dieses Erlebnis löscht. Doch ist der Vampir auch dazu in der Lage, den Gebissenen Qualen erleiden zu lassen, wenn er es denn will. Dies kommt ganz darauf an, welches Gefühl der Vampir gerade zu intonieren versucht.

      Auswirkung von Unterernährung

      Je länger ein Vampir nicht genährt ist, umso stärkere Auswirkungen hat es auf seine Fähigkeiten. Nach einer Weile verliert er sogar die Fähigkeit sich zu bewegen und verfällt in eine Starre, aus der er nicht erwachen kann, ohne dass seine Lippen mit Blut benetzt werden. Es ist nicht bekannt, ob ein Vampir tatsächlich irgendwann stirbt, wenn er kein Blut zu sich nimmt, allerdings wird er immer ausgemergelter, bis er zuletzt einer Mumie gleicht. Für viele Vampire ist es kaum möglich einem Menschen zu widerstehen, wenn dieser eine offene Wunde hat und verliert dadurch oft die Beherrschung. Auch hier gilt, je älter der Vampir, desto besser ist seine Beherrschung. Werwolfblut ist für Vampire übrigens selbst in der Menge eines Tropfens tödlich.

      Tierisches Blut

      Zwar ist der Vampir in der Lage sich von tierischem Blut zu ernähren, aber je älter er wird, desto weniger nahrhaft ist es für ihn. Bereits in den ersten 100 Jahren, ist es für einen Vampir nicht wirklich von Vorteil, sich von tierischem Blut zu ernähren und wenn er diesen Weg wählt, kann es ungesunde Ausmaße annehmen. Nicht nur, dass er ein krankhaftes Äußeres annimmt, sondern auch, dass er reizbarer wird und irgendwann die Beherrschung verliert. Es gibt keine Überlieferungen zu Vampiren, die sich vollkommen vom Blut eines Tieres ernähren und dies über einen langen Zeitraum überstanden haben. Jene, die mal eine Weile abstinent vom menschlichen Blut gelebt haben, berichten, dass sie schwächer wurden und stetig mehr nach menschlichem Blute gegiert haben. Wenn Vampire die 100 Jahre überschritten haben, nimmt der Nährwert des Tierblutes stetig ab, bis es schließlich überhaupt keinen Nährwert mehr hat.

      Körperwärme durch Blut

      Wenn ein Vampir Blut zu sich nimmt, ändert sich für eine gewisse Zeitspanne seine Körpertemperatur, sodass der Unterschied zwischen Mensch und Vampir nicht mehr so deutlich bis gar nicht zu spüren ist. Dazu nimmt er eine weitaus gesündere und rosigere Hautfarbe an, was ihn zusätzlich menschlicher wirken lässt.

      Dieser Fakt hält allerdings nur eine begrenzte Zeit vor. Wenn ein Vampir durchschnittlicher Statur einen ebenfalls durchschnittlichen Menschen komplett aussaugt, dann wohl für so ungefähr fünf Stunden. Um eine annähernd menschliche Körpertemperatur zu erreichen, muss er in etwa einen Menschen, der dieselbe Statur wie er selbst, aussaugen.

      Wie lange diese höhere Temperatur anhält, hängt auch davon ab, wie die Statur des Vampirs ist. Ist dieser sehr mager, so fehlt es ihm an Isolation und die Temperatur hält deutlich kürzer als fünf Stunden (in etwa 4 Stunden). Wenn der Vampir dick ist, kann es auch durchaus länger anhalten (insgesamt in etwa 6 Stunden).

    • Die Wandlung

      Die Wandlung zum Vampir

      Unter Vampire wird die Wandlung auch als Kuss deklariert. Viele Vampire machen daraus ein recht großes Procedere, mit viel Drumherum, um die Schützlinge wirklich an sich zu binden, aber eigentlich ist die Wandlung etwas sehr einfaches und unkompliziertes.

      Vorgehensweise

      Prinzipiell genügt es, wenn der Vampir von dem Menschen trinkt, ihm sodann einen Schluck seines eigenen Blutes gibt und im Anschluss einfach wartet. Wenig Zeit vergeht und das vampirische Blut hat den Körper übernommen, sich so rasant ausbreitend, wie es des Vampires Natur nun einmal ist.

      Risiken

      Manche Vampire behaupten, sie müssen den Menschen vorher komplett aussaugen und ihm dann an der Schwelle des Todes von ihrem Blut zu trinken geben, dies ist allerdings absoluter Nonsens. Oft verkompliziert dies die Angelegenheit sogar, da der Mensch daran nicht selten stirbt, weil der Vampir zu gierig war oder zu lange gebraucht hat. Außerdem überleben kranke Menschen die Wandlung häufig nicht. Man könnte sagen dass es eine fifty-fifty Chance ist, ob jemand in einem Zustand der Krankheit die Wandlung überlebt oder nicht. Noch geringer ist die Chance, wenn jemand an der Schwelle des Todes steht. Diese Menschen überleben die Wandlung vielleicht in einer Wahrscheinlichkeit von eins zu fünf. Tote wieder zu beleben ist nicht möglich, hat der Mensch einmal sein Leben ausgehaucht, kann ein Vampir diesen nicht wieder zum Leben erwecken. Befindet sich der Mensch in bester Gesundheit, besteht nur noch eine geringe Chance, dass er die Wandlung nicht überlebt und dabei stirbt von zehn Menschen nur noch einer.

      Prozess der Wandlung

      Die Wandlung an sich bedeutet für kurze Zeitraum große Schmerzen zu verspüren, in dem die eigenen Zellen im Prinzip alle Stoffwechselvorgänge einstellen und dabei einen Fast-Tod herbeiführen. Danach dauert es nur noch ein paar Tage, um die letzten Überreste des Menschenlebens loszuwerden. Dabei geht es vor allem um die Verdauung, damit Reststoffe aus dem Körper entschwinden. Dies kommt einer Entgiftung gleich. Vor allem die ersten Momente sind die beeindrucktesten und es ist wichtig, dass der Erschaffer in der Nähe bleibt, damit der neue Vampir lernt damit umzugehen. Viele sind überwältigt, da sie von jetzt auf gleich mehr riechen, mehr sehen, mehr hören und mehr spüren. Dass die Kräfte sich anpassen, dauerte etwa eine Woche. Muskeln bauen sich auf und nach dieser Woche besitzt der Vampir die Schnelle und die Stärke eines jeden Vampirs. Im Schnitt 1 Stunde nach der Wandlung bekommt der Jungvampir zum aller ersten Mal Hunger und dieser Hunger ist so überwältigend, dass er sich bei seinem ersten Opfer kaum zurück zu halten wissen wird. Er sollte sich sofort nähren, da es den Verwandlungsprozess unterstützt. Fortan verharrt der Vampir in dem Alter, in dem er gewandelt wurde. Darum ist es auch sehr verpönt sowie verboten Kinder zu wandeln, da sie geistig natürlich heranreifen, aber körperlich niemals ein Erwachsenenstadium erreichen werden.

      Verbindung zum Erschaffer

      So lange wie der seinen Schützling nicht freigibt, sind beide untereinander verbunden und der Erschaffer kann den jungen Vampire selbst über Meilen weite Entfernungen zu sich rufen, wonach in dem jungen Vampir das unstillbare Bedürfnis entbrennt, seinen Erschaffer aufzusuchen. Je länger er wartet, umso stärker wird dieses Gefühl. Je älter ein Vampir ist, desto länger kann er sich diesem Gefühl erwehren. Das tut ihm zwar nicht gut, aber es ist möglich. Außerdem können beide untereinander, egal wo sie sind, telepathisch miteinander kommunizieren. Der Erschaffner kann seinen Schützling irgendwann freigeben, dies ist auch nicht besonders kompliziert, es reicht die simple Aussage: ich gebe dich frei oder etwas ähnlich geartetes. Allerdings muss der Schützling dies hören und das nicht nur mit seinem Verstand, sondern auch mit seinen Ohren. Es bringt nichts, diese Aussage zu erzwingen, da sie absolut ehrlich gemeint sein muss.

    • Die Fähigkeiten

      Die Fähigkeiten des Vampires

      Die Fähigkeiten eines Vampirs sind mannigfaltig. Grundlegende Fähigkeiten, die jeder Vampir zu eigen hat und die sich auch nicht von Generation zu Generation in ihren Grundzügen verändern, beziehen sich vor allem auf die Wahrnehmung und die physischen Fähigkeiten. Das einzige, was sich von Generation zu Generation hierbei verändert, ist der Befähigungsgrad. Die Vampire werden von Generation zu Generation in allen Bereichen schwächer.

      Faszination

      Doch erst einmal, wie wirkt so ein Vampir nach außen hin? Wenn ein Mensch auf einen Vampir trifft, fühlt er sich automatisch angezogen, selbst wenn er sich als Mensch mit diesem nicht verstanden hätte, würde er sich jetzt auf seltsame Art und Weise für ihn interessieren. Dies ist eine ganz unterschwellige Beeinflussung, die nur jene unterdrücken können, die darüber Bescheid wissen und selbst diesen Menschen fällt es schwer. Natürlich ist es immer noch möglich, dass man gewisse Vampire aufgrund ihres Charakters nicht mag, aber trotzdem wird man sie faszinierend finden. Diese Faszination dient dazu Opfer besonders leicht weg zu locken, um sich dann an ihnen zu nähren. Wie eine Spinne ziehen sie sie an ihre unsichtbaren Fäden direkt hinein in die Falle.

      Gesteigerte Sinne

      Alle Sinne eines Vampires sind übermenschlich gesteigert. Sie hören selbst aus 100 m Entfernung ein Wispern, sehen gestochen scharf und in Farben, die der Mensch sich nicht einmal auszumalen vermag. Sie brauchen viel weniger Licht und sehen wie Katzen in der Dunkelheit problemlos, nur dass sie auch Farbe erkennen und haben ein gesteigertes Empfindungsgefühl, schmecken intensiver und müssen Dinge, die sie manchmal lieber wünschen nicht gerochen zu haben, riechen. Dies ist ein Segen, kann in manchen Fällen aber auch zum Fluch werden. Denn so empfindlich wie ihre Sinne sind, kann man sie auch schnell über reizen, etwa durch grelles Licht oder Lärm.

      Geistige Fähigkeiten

      Außerdem besitzt der Vampir zu seinem Erschaffer wie auch gegenüber Menschen eine telepathische Begabung. Vampire können die Gedanken fast aller Menschen lesen, es sei denn, diese besitzen einen besonders verschlossenen Charakter oder wissen von den Vampiren und strengen sich besonders an, ihren Geist vor ihnen zu verschließen. Gedanken lesen zu können, impliziert auch die Gefühle. Allerdings vermeiden Vampire stets in allen Geistern zu lesen, da es großer Anstrengung bedarf, sich auf nur einen zu konzentrieren und die meisten dies erst mit der Erfahrung lernen. Jeder Vampir beginnt zu aller erst damit diese Begabung zu unterdrücken, bevor er sie dann lernen sie zu kontrollieren. Ein hintergründiges Rauschen wird allerdings immer zurückbleiben, egal wie gut die Kontrolle ist. Stets alle Gedanken zu empfangen, bedeutet für einen Vampir wahnsinnig zu werden. Dies wäre wie tausenden von Stimmen auf einmal zuzuhören, ohne weghören zu können. Untereinander können sie sich nur willentlich unterhalten, einzig und allein der Graf ist in der Lage, die Gedanken aller zu lesen. Fast nebensächlich erscheint es dabei, dass Vampire die Erinnerungen ihrer Opfer manipulieren können, sodass diese sich nicht an sie erinnern und auch in der Lage sind, ihnen Handlungen einzutrichtern. Bei der Erinnerungslöschung, handelt es sich immer nur um einen ganz kurzen Abschnitt, um zu verschleiern, dass sie sich von ihnen genährt haben.

      Physische Fähigkeiten

      Physisch sind Vampire stärker und schneller, dies dauert ungefähr eine Woche nach der Wandlung, um sich aufzubauen. Danach haben die Vampire ihre volle Stärke erreicht und es tritt keine weitere Verbesserung zumindest in diesem Bereich ein. Von Generation zu Generation werden die Vampire allerdings immer ein Stückchen schwächer. Gegenüber Werwölfen sind sie leicht unterlegen.

      Regeneration

      Außerdem besitzen sie eine erhöhte Regeneration, Wunden heilen schneller, es sei denn sie wurden mit einem Holzpflock, Silber oder Weihwasser sowie der Sonne oder Feuer verursacht. Wenn sie frisch genährt sind, ist die Regeneration am höchsten, lange nicht genährte Vampire heilen sich fast gar nicht.

      Einzigartige Fähigkeiten

      Während Generation null – Dracula – der Stärkste aller Vampire ist und ganz einzigartige Fähigkeiten besitzt, ist nach ihm die erste Generation jene, die die meisten seiner Fähigkeiten zu verzeichnen hat. Generation eins kann sich ab einem gewissen Alter in eine harpyenähnlichen Gestalt verwandeln, um zu fliegen. Dazu besitzen die ersten drei Generationen eine besondere Gabe, die sich daran orientiert, was er als Mensch besonders gut konnte. Die Variationen sind in diesem Bereich mannigfaltig. Dracula kann zwar noch um einiges mehr, aber so genau weiß das aber niemand, da er seine Fertigkeiten selten preisgibt.

      Telekinese

      Außerdem kann ein Vampir erster Generation leicht Telekinese ausüben, d.h. Türen von selbst schließen und Ähnliches, aber auf keinen Fall schwere Sachen heben oder dergleichen, während Dracula durchaus dazu befähigt ist. Die Generation danach kann nicht mehr fliegen, oder per Telekinese Sachen bewegen, besitzt aber immer noch eine besondere Begabung. Jene, die folgt und alle weiteren, besitzen nur noch die allgemeinen Fähigkeiten eines Vampirs, die aber auch schwächer werden.

    • Die Schwächen

      Die Schwächen der Vampire

      Auch wenn es erst einmal nicht nach einer Schwäche aussehen wird, sind die auffällige bleiche Haut und der kalte Körper durchaus als Schwäche zu werten. Denn dadurch fällt der Vampir, egal wohin geht, immer auf und Menschen, die ihn berühren, denken er leidet unter Blutarmut oder an einer Unterkühlung. Wirklich frisch genährt, nimmt die Hautfarbe einen gesunden Ton an und ist warm, dies hält allerdings nicht lange an.

      Fließendes Wasser

      Vampire können kein fließendes Wasser zu Fuß überqueren, sie müssen die Kutsche nehmen oder drüber fliegen, wenn sie es denn können, aber ansonsten ist es ihnen unmöglich. Keiner weiß so wirklich, woran dies liegt, doch munkelt man, dass fließendes Wasser einen Reinheitswert hat, der einen Vampir davor abschreckt bzw. davon zurückhält es zu überqueren. Was für ein Glück, dass es Brücken gibt, daher sorgen Vampire, wenn sie in der Nähe eines Flusses leben, auch immer dafür, dass Brücken instand gehalten werden.
      Wasser zur Körperreinigung

      Auch wenn Vampire nicht schwitzen oder dergleichen, ist ihnen die körperliche Reinigung sehr wichtig und obschon sie eigentlich nicht auf normales Wasser reagieren, mischen sie immer so etwas wie Kräuter oder dergleichen hinein, bevor sie es benutzen, um der Gefahr zu entgehen, dass es geweihtes Wasser sein könnte.

      Bewohnte Häuser betreten

      Außerdem können Vampire ein Haus nur mit Erlaubnis des Bewohners betreten, dafür muss es aber auch bewohnt sein. Eine einmal ausgesprochene Erlaubnis kann dabei nicht zurückgenommen werden. Geschäftshäuser, d.h. Läden und Ähnliches können ohne Einladung betreten werden. Ein Geschäft ist wie eine Art Einladung zu sehen, besteht das Geschäft aus Wohnraum und Geschäft, dann kann der Vampir in den Geschäftsbereich, aber nicht in den Wohnbereich. Wenn sich Geschäft und Wohnraum einen Raum teilen, dann bedarf es der Einladung, da der Wohnraum immer dominiert.

      Verwundbarkeit

      Sie sind verwundbar durch einen Holzpflock, Silber, Weihwasser, Sonne und Feuer. Außerdem tötet sie Werwolfblut bereits in kleinen Mengen, wenn es denn in ihren Kreislauf gerät. Einmal der Sonne ausgesetzt, verbrennen sie zu Asche und durch Feuer sind sie sehr leicht entflammbar entgegen der allgemeinen Annahme, erweckt es einen Vampir nicht wieder zum Leben, wenn man den Holzpflock aus seinem Herzen heraus zieht, tot bleibt tot.

      Abneigung

      Zusätzlich besitzt er eine seltsame Abneigung gegen Knoblauch. Höchstwahrscheinlich wird es an seiner reinigenden Wirkung liegen. Wenn ein Mensch über die Maßen Knoblauch zu sich genommen hat, wird der Vampir es vermeiden sich an ihnen zu nähren. Er ekelt sich sozusagen davor.

      Spiegelbild

      Vampire haben kein Spiegelbild, daher meiden sie alle spiegelnden Objekte. Es ist nicht bekannt, woran dies liegt.

      Der Glaube

      Hält ein Mensch das Kreuz einem Vampir entgegen, kann der Vampir dem Menschen, vorausgesetzt der Mensch glaubt an Gott und die Kraft des Kreuzes, nichts anhaben. Selbst Dracula kann dem wahren Glauben nicht widerstehen. Ein Vampir vierter Generation kann auch von Ungläubigen durch das Kreuz ferngehalten werden. Einem Vampir ist es unmöglich, eine Kirche zu betreten, da er auf geweihten Boden in Flammen aufgeht. Allerdings halten dies die stärksten der Vampire einen Zeitraum von ein paar Minuten aus, auch wenn sie sich sichtlich quälen müssen. Zum heiligen Boden gehören übrigens auch Friedhöfe.

      Der Schlaf

      Der Körper zwingt den Vampir des Tags zu einer Art Ruhe. Dies ist ein Schutzmechanismus, um den Vampir daran zu hindern, im Sonnenlicht zu wandeln. Ein älterer Vampir kann diesen Drang nach einer Weile für kurze Zeit (meist nur wenige Minuten) unterdrücken, gänzlich abschalten, kann ihn aber nie. Um diesen Drang zu ignorieren, gehört eine gehörige Portion Willenskraft dazu und daher ist es von Vampir zu Vampir verschieden. Allerdings bedarf es in jedem Falle mindestens 20 Jahren, dass dies gelingt. Durch diesen Schutzmechanismus sind sie am Tage natürlich besonders verwundbar und gerade die Jungen werden nicht aufwachen, nur weil ihr Sarg geöffnet oder ihre Schlafstätte betreten wird.

      D.h. also, Vampire verfallen am Tag in eine Art Starre, dies lässt sich allerdings nicht wirklich mit dem Schlafen vergleichen. Sie sind tagsüber wie tot. Das heißt auch, sie wachen nicht auf wie Menschen zwischendurch, gähne nicht, räkeln sich nicht im Schlaf oder wachen langsam auf … Sobald das letzte sich der Sonne erloschen ist, wachen sie einfach auf und wenn sie älter werden, können sie sich eben Notsituation mal aus dieser Starre lösen oder sie noch ein wenig hinaus zögern.

      Ihre Träume kann man nicht wirklich mit richtigen Träumen vergleichen, mehr mit Tagträumen, bewussteren Gedankengängen sozusagen.

    • Die Geschichte

      Die Geschichte der Vampire ist Draculas Geschichte

      Zerrissen, einem Flickenteppich gleich, passt die Geschichte aneinander. Von so weit her und doch ganz nah, nirgendwo zu Hause, aber doch irgendwie ... Überall

      Frühjahr, eine sehr kalte Jahreszeit in diesen Gefilden, wenn man zu der Zeit in Schäßburg bereits so etwas wie einen Messtab für Temperatur gehabt hätte, so wäre es wohl mitten in Transsylvanien so um die -18 Grad Celsius gewesen.

      Der Boden war schneebedeckt und gefroren, so hart wie Stein. Die Bäume trugen ihr weißes Kleid und an so manchem dicken Ast hingen meterlange Eiszapfen, die bei einem plötzlichen Bruch schon so manchen unachtsamen Wanderer erschlagen hatten.

      Vlad der Pfähler wurde im Winter 1431 in Sighisoara (Schäßburg) in Transsylvanien (Siebenbürgen) als zweiter Sohn des walachischen Bojaren Vlad Dracul geboren. Dieser hatte seinen Beinamen – Dracul – gerade erst erhalten denn er war Mitglied des Drachenordens, welche sich dem Kampf gegen die Türken verschrieben hatte. Graf Dracula ist mit den Hunnen verwandt. Er selbst war ein Zeclar. Das sind ungarische Werbauern, die Jahrhunderte lang die Karpatengrenze gegen Einfälle aus der Walachei bewachten.

      Dracula wuchs als Gefangener bei den Türken auf und wurde im Kloster in Konstantinopel erzogen, wo er die Möglichkeit hatte zusammen mit seinem jüngeren Bruder Radu zur Schule zu gehen. Sie waren Geiseln der Osmanen, damit ihr Vater den Forderungen des Sultans Folge leistete. Mit nur zehn Jahren der Vater seine zwei jüngeren Söhne in die Obhut des türkischen Sultans gegeben, wo der junge Vlad der Grausamkeit als Mittel der Politik kennen und lieben lernte.

      In der Janitscharen-Schule Enderun kolej sollten die beiden Brüder zu Vasallen des türkischen Reiches erzogen werden. Doch schon bald kristallisierte sich zwischen Dracula, dem nächsten Woiwoden der Walachei, und Sultan Mehmed II. eine heftige Rivalität heraus. Als Strafe für eine Schmach im Wettkampf, wurde Dracula in die Festung Tokat überführt, wo man ihn in den Methoden abscheulichster Folter unterrichtete.

      Im Jahr 1448 trat Dracula mithilfe der Türken die Herrschaft in der Walachei an, nachdem sein Vater enthauptet und sein älterer Bruder Mircea geblendet und lebendig begraben wurde. Draculas jüngerer Bruder Radu blieb als Faustpfand bei Mehmed. Doch Draculas erste Regentschaft dauerte nicht lange, erst knapp acht Jahre später, im Jahr 1456 trat er seine zweite, wichtigste Herrschaftsperiode an. Um die marode, von Verbrechern und Plünderern gebeutelte Walachei wieder sicher zu machen, führte Vlad drakonische Strafen ein, die er selbst in Tokat erlernte.

      Am Ostersonntag ließ er den, für den Tod seines Vaters und seines älteren Bruders verantwortlichen Bojaren öffentlich pfählen. Ab diesem Zeitpunkt gab es für jegliches Vergehen, egal ob es sich um den Diebstahl einer Kuh, Ehebruch oder Betrug handelt, eine Strafe. Jeder Verbrecher wird gepfählt. Die Aussicht auf eine derart grausame Bestrafung, sorgt dafür, dass ein vergoldeter Kelch an einem Dorfbrunnen stehen bleiben kann, ohne dass er gestohlen wird. Doch die Bedrohung aus der Türkei war bereits auf dem Vormarsch.

      Jahre später – im Jahre 1459 – stehen die Türken wieder in Transsylvanien. Sie fordert außer den üblichen Tributen zum ersten Mal wieder eine Knabenlese. Man möchte auf Wien zumarschieren. Und unter den Auserwählten befindet sich Vlads Sohn ... Vlad will den Jünglingen dieses Schicksal ersparen, sieht aber keine Möglichkeit, Mehmeds Wunsch abzulehnen. Schließlich wählt er den letzten Ausweg: er sucht im Reißzahngebirge den Vampir Caligula auf. Da dieser das ewige Leben wollte, beschwor er einen Dämon. Dieser jedoch betrog ihn und schenkte ihm das ewige Leben in Finsternis; nur wenn ein anderer Mensch sein Blut trinkt und somit seinen Platz als Vampir einnimmt, kann er erlöst werden. Um dessen Kräfte zu erlangen, trinkt Vlad das Blut des Vampirs. Zunächst bekommt er lediglich einen Einblick in die Kräfte Caligulas. Widersteht er drei Tage lang dem Durst nach menschlichem Blut, so wird er wieder die Kräfte verlieren und bleibt ein Sterblicher.

      Obwohl Vlad den Angriff der Osmanen abwehren kann, bleibt die Burg im Tal völlig ungeschützt. Vlad und seine Untertanen fliehen in ein Kloster in den Bergen. Da Vlad nun zwischenzeitlich das Tageslicht nicht mehr ohne Schaden aushalten kann, muss er die Kolonne aber alleine ziehen lassen. Diese wird kurz vor Erreichen des Klosters erneut von den Osmanen angegriffen. Auch diesen Angriff überstehen sie nahezu unbeschadet, nachdem Vlad in der Dämmerung noch eingreifen konnte. Im Kloster schöpft der Mönch Lucian Verdacht und will Vlad töten, bevor dieser einem der Menschen schadet. Der Fürst überlebt aber und das Volk nimmt ihn an, da es nur so gerettet werden kann. Als die Osmanen aufmarschieren, kann Vlad sie schon beinahe vernichtend schlagen, allerdings lässt er dabei Mirena und Ingeras aus den Augen. Ingeras – sein Sohn - wird entführt und Mirena – seine Frau - fällt von einem Turm herab und stirbt in Vlads Armen. Sie opfert sich, um Ingeras zu retten und Vlad trinkt ihr Blut, was ihn nun zu einem vollständigen Vampir macht. Um die verbliebenen Osmanen zu vernichten, lässt er nun seine zum großen Teil im Sterben liegenden Anhänger sein Blut trinken, und auch sie werden zu Vampiren. Während draußen ein heftiger Kampf tobt, der nur siegreich für die Vampire ausgehen kann, findet Vlad Ingeras in Mehmeds Zelt. Nach langem Kampf pfählt er Mehmed und rettet somit Ingeras. Als er mit Ingeras das Zelt verlässt, wittern die anderen Vampire dessen menschliches Blut und wollen sich an ihm laben, um ihren Blutdurst zu stillen. Nur noch der Mönch Lucian ist menschlich geblieben und hält sich die Vampire mit Hilfe eines Kreuzes vom Leibe. Er nimmt Ingeras mit sich und Vlad öffnet die Wolkendecke, so dass alle Vampire sterben.

      Allerdings wird Vlad von einem Unbekannten, der damals ungefähr 19 Jahre alt ist und ihm schon einige Tage vorher seine Dienste und sein Blut angeboten hat, aus dem Tode zurückgeholt, indem er ihm sein Blut in den Mund tröpfelt. Vlad kann also fortleben bis in die Gegenwart. Der Fremde lebt fortan in seinem Schatten, als sein persönlicher Diener.

      Doch dieser Kampf sollte nicht der letzte gewesen sein. Nach außen hin hatte man natürlich nicht wirklich mitbekommen, mit was für einem Monster man sich da eingelassen hatte und so hat er sich zwar gegen einen übermächtigen türkischen Gegner erfolgreich behaupten können, wusste aber auch, dass der Sultan eine neue Schmach nicht in Kauf nehmen würde. Das nach dem Akt ein weiterer Feldzug gegen die Walachei folgen würde, war nur eine Frage der Zeit. In dieser Zeit fiel es seinem Halbbruder Radu, der mittlerweile zum Islam konvertiert war, nicht besonders schwer, den Rest des walachischen Adels, von denen sich Dracula sowieso schon weitestgehend entfremdet hatte, auf seine Seite zu ziehen. Im August 1462 vereinbarte Radu und die Hohe Pforte einen Machtwechsel in der Walachei, wonach Radu an der Spitze der türkischen Armee gegen die wieder errichtete Burg Poenari zog. Dracula, der nicht erneut so viele Leben auslöschen wollte, entkam und begab sich in die Obhut des ungarischen Königs Matthias Corvinus. Dieser inhaftierte Vlad zwölf Jahre lang in der Festung Visegrád, mit der Begründung, er habe den Sultan in einem Brief um Vergebung und um eine Allianz gegen Ungarn gebeten. In Wahrheit sah er in dem Manne schon lange eine Bedrohung, wusste um die unerklärliche Macht, mit der er die Türken besiegt hatte und wollte sich auf diese Weise einfach nur seines lästigen Konkurrenten entledigen.

      Irgendwann offenbarte sich Dracula und zeigte, was aus ihm geworden war. 1474 wurde er aus der Haft entlassen, in Wahrheit zwang er Corvinus dazu, indem er drohte seine Cousine zu seinesgleichen zu machen. Er heiratete diese, um seine Androhung zu bestärken und erhielt dann tatsächlich militärisches Kommando. Damit nahm er bosnische Ortschaften und Festung ein, wobei er wieder seinem Namen als Vlad der Pfähler alle Ehre machte.

      Ștefan cel Mare nutzte die Schwäche des Nachbarstaats und nahm Chilia und Akkerman ein. Zwischen 1471 und 1474 fiel Ștefan mehrfach in die Walachei ein, um sie aus dem Machtbereich der Osmanen zu lösen. Das gelang jedoch nicht, weil die eingesetzten Woiwoden dem osmanischen Druck nicht standhalten konnten. Die starke osmanische Garnison in der Stadt Giurgiu war nur 6–8 Reiterstunden von Bukarest entfernt. Um den wiederholten Übergriffen aus dem Norden ein Ende zu bereiten, befahl Sultan Mehmed II. 1475 einen Angriff auf die Moldau, aber Ștefan besiegte die etwa 120.000 Invasoren mit einem eigenen Heer von nur 40.000 bei Vaslui. Der türkische Chronist Seaddedin sprach von einer noch nie da gewesenen Niederlage der Osmanen. Nach diesem Sieg versuchte Stefan, die europäischen Mächte gegen die Osmanen zu mobilisieren, allerdings ohne Erfolg. Dracula beobachtete eine Weile diesen Kampf und kam schließlich auf Stefan zu, um ihm ein einmaliges Angebot zu machen. Er wollte die Osmanen sicher und befreit wissen, dafür war ihm alles recht, sogar das ein zweites Mal seine Kraft für den Kampf einsetzte.

      Vlad III. und Ștefan verbündeten sich und eroberten 1476 zusammen mit ungarischen Truppen binnen weniger Wochen die Walachei. Im November wurde Vlad III. erneut und zum letzten Mal als Fürst der Walachei ausgerufen. Kurz nach dem Abzug der ungarischen und moldauischen Truppen wurde Vlad im Dezember 1476 gestürzt und musste zusammen mit seiner 200 Mann starken moldauischen Leibgarde flüchten. Er ließ es zu, weil er in seiner Rolle endlich ein Ende finden wollte und darin seine Chance war, seinen offiziellen Tod zu inszenieren. Ende 1476 oder Anfang 1477 sagt man, sei er im Gefecht oder auf der Flucht ermordet worden. Sein Kopf soll, in Honig eingelegt, dem Sultan als Geschenk nach Konstantinopel gebracht und dort auf einer Stange aufgespießt zur Schau gestellt worden sein. Sein Leichnam soll im Kloster von Snagov beigesetzt und von dort später an einen unbekannten Ort verbracht worden sein. Nur, dass es weder seinen Kopf noch sein Körper waren.

      Vlads Bruder Radu war bereits 1475 verstorben. So hieß es zumindest, seinen Leichnam hat er nie gesehen. Als Herrscher der Walachei folgte Basarab Laiotă cel Bătrân (deutsch Basarab Laiotă der Ältere). Vlad zog sich zurück und begann zu reisen. Seinen zu dem Zeitpunkt 35-jähriger Diener lässt er alleine zurück, er soll sein Leben leben und nicht verdammt sein, mit Dracula um her zu ziehen.

      Jahre vergehen, in denen er umherzieht und nichts mit sich anzufangen weiß. Der Blutdurst treibt ihn an, er bereut nichts. Es soll mehr als 30 Jahre vergehen, bis er wieder bereit ist, seinesgleichen zu verbreiten. Ungefähr 10 Jahre nach der Jahrhundertwende, um genau zu sein 1509, trifft er ein kleines Mädchen, welches im Winter auf den Straßen herumläuft und dem Tode nahe ist. Der Vampir ist einsam und sieht in ihr seine Chance von vorne zu beginnen, rasch ist es vollbracht, sie bekommt von all dem nichts mit, erst später stellt er fest, dass er sie mit seinem Biss verfluchte. Nicht nur die Ewigkeit, hatte er ihr beschert, sondern auch eine immer währende Kindheit. Tiefe Gewissensbisse plagen ihn. Er versuchte ihr das schönste Leben, das man sich vorstellen kann, zu bereiten. Noch 20 Jahre später, eine Zeit, in der sie bereits eine vollendete Frau hätte sein sollen, beginnt sie allmählich zu fragen, warum sie so wenige seien und dass sie gerne mehr von ihrer Art kennen lernen würde. Er gesteht ihr, dass sie die einzigen sein und beschließt nicht länger damit zu warten, eine Gesellschaft aufzubauen, die ihresgleichen sucht. Gemeinsam machen sie zahllose Menschen zu Vampiren. Immer ist es seine Tochter, die ihr Blut dafür hergibt und gemeinsam bringen sie ihnen alles Notwendige bei. Die ersten Ansätze seiner Lehren kristallisieren sich heraus. Nach einer Weile wird er des Reisens müde und beschließt in seine Heimat zurückzukehren (1645 ungefähr), wo er ein Zuhause für alle Vampire schaffen möchte. Außerdem hat er gemerkt, dass diese Art und Weise eine vampirische Gesellschaft zu erschaffen, nicht zu kontrollieren ist und die Vampire sich unkontrolliert zu vermehren. Er lässt ihnen die Wahl, mit ihm zu kommen oder ihr Leben alleine zu verbringen, sie entschieden sich allesamt bis auf seiner Tochter für ein Leben alleine. Es war sein Fehler und nicht ihrer, weswegen er sie am Leben ließ, aber sobald er seine Gesellschaft neu formiert hatte, würde er auf sie zukommen und ihnen die Wahl geben, sich ihm anzuschließen oder zu sterben.

      Eingeweihte wissen, dass der Verrat durch einen Vampir, dessen Namen Dracula nie wieder hören möchte, ihn dazu veranlasste, zurückzukehren, um die gesamte Angelegenheit besser zu durchdenken. Wohl niemand anderes, außer der Verräter selbst und die Ersten, wissen von dem Umstand, dass der Verräter in seiner Eifersucht um die Gunst des Grafen, versuchte das ewige Kind zu ermorden.

      Zurück in seiner Heimat, bezieht er eines seiner alten Schlösser, welches in der Zwischenzeit von Wegelagerer bewohnt wurde, vertreibt diese gnadenlos und hält sich mit seiner Tochter im Verborgenen, um eine Grundlage für die vampirische Gesellschaft zu erschaffen. Er nennt es den Codex der Vampire, welcher ein recht friedliches Leben ermöglichen soll. Seine Tochter unterstützt ihn dabei und ist am Ende diejenige, die ihm sein erstes Opfer gereicht. Eine junge Frau von erlesener Schönheit und einem begnadeten Musiktalent. Nur zu gerne lässt sie sich von ihm umgarnen, merkt nicht, dass es nicht echt ist, was er erzählt zu empfinden. Sie wird im Jahre 1686 die erste seiner Frauen, drei sollen es werden, die zweite folgt 1786, und dazu sieben Herzöge sowie seinen getreuen Diener. Während die drei Frauen ihn beraten würden, sollten die Herzöge als seine Vollstrecker dienen. Ihre erste Aufgabe würde darin bestehen, die damals geschaffenen Vampire, aufzusuchen und vor die einmalige Wahl zu stellen, ob sie sich Dracula anschließen, für alle ihre Unterarten begnadigt oder getötet werden würden.
      Im Anschluss will er selbst keine Vampire mehr schaffen. Die erste Generation ist in seinen Augen zu stark und daher sollten nur Auserwählte diese Gnade empfangen. Dass der Mann, welcher ihn damals gerettet hatte, immer noch lebt und von seinem Blut gekostet hatte, weiß er nicht, erst nachdem er die zweite Frau und die Hälfte der Herzöge gefunden hat, erwischt er diesen, wie er versucht im Schloss umher zu schleichen und brachte ihn dabei fast um. Er sieht in Dracula den einzig wahren Gott, wollte mit seinen Taten ihm Ehre bereiten. Dieser gesteht ihm, bereits unzählige Vampire erschaffen zu haben. Dracula begnadigt die armen Opfer, lässt sie aufwarten und in ihre Reihen aufnehmen.

      Heute ist er wieder sein Diener. Dracula hat von ihm erfahren, dass er sich in der Zeit, wo Dracula sich nach seinem ersten großen Kampf hatte regenerieren müssen, etwas von seinem Blut abgezwackt hat und viele Jahre für sich verwahrte. Mit über 85 Jahren dann, er war für damalige Verhältnisse extrem alt, hat er 1525 das Blut zu sich genommen, da er es nicht ertragen konnte zu sterben und seinen Herrn damit allein zu lassen. Er war ihm immer hinterher gereist und hatte ihn nie allein gelassen.

      Mittlerweile leben sie schon recht lange in dem Schloss Poenari und halten Transsylvanien in Angst und Schrecken. Viele Mythen ranken sich um das Land und Reisende zieht es in die Wälder und Berge des Landes. So genau weiß allerdings niemand, was in dem Schloss hoch oben auf den Bergen so vor sich geht, da die Vampire sich immer noch bedeckt halten und eine verschlossene Gesellschaft zu sein scheinen.
    • Der Codex

      Der Codex der Vampire

      Der Codex ist eine Art ungeschriebenes Gesetz der Vampire.Doch jeder Mensch, der stirbt und als Vampir wieder geboren wird, bekommt diese Gesetze beigebracht. Sie wurden von Dracula höchstpersönlich in den Umlauf gebracht, der es jedem seinen Kinder mit auf den Weg gab. Als Urvater und Schöpfer dieser Rasse, sieht er sich für das Handeln seinesgleichen verantwortlich.
      Was die Strafverfolgung betrifft, so zeugt der Codex von Selbstjustiz. Die codexgetreuen Vampire, verfolgen die Untreuen und in den seltensten Fällen überlebt der codexuntreue Vampir diese Verfolgung und seine Tat.

      §1 - Die Eckpfeiler des vampirischen Volkes sind Anmut, Stolz und Würde. Danach solltet ihr euch ausrichten und euer Handeln daran anpassen. Unzucht und Maßlosigkeit führen nur zum Verfall eures eigenen Volkes.

      §2 - Schenket den Kuss jenen Menschen, die sich eures Blutes als würdig erwiesen haben. Nur die Erlaubnis des Urvaters verschafft euch Gewissheit. Gnade sei dem, der einem Kind das ewige Leben schenkt, welches noch nicht herangereift ist. Wer gegen dieses Gebot handelt, der wird samt seines Nachkommen erschlagen werden. Übernehmet Verantwortung für eure Schöpfung, lehret ihm den Codex und traget die Konsequenzen für sein Fehlverhalten

      §3 - Tötet niemals euresgleichen, es sei denn ihr entlarvt sie als abtrünnig Der Tod eines Vampirs durch einen Vampir ist durch nichts anderes als gleichfalls mit dem Tod zu bestrafen.

      §4 - Haltet euch im Schatten, denn er ist der Schutz unserer Art. Die Menschen fürchten zutiefst, was sie nicht verstehen. Also belasset sie in Unwissenheit, denn sie sichert unser Überleben.

      §5 – Eure Domäne ist euer Belang. Euresgleichen schulden euch Respekt, solange sie sich darin aufhalten. Niemand darf sich gegen euer Wort auflehnen, solange er in eurer Domäne verweilt.

      §6 – Ehret die Domäne anderer. Solltet ihr in einer fremden Stadt zu Gast sein, stellet euch als erstes demjenigen vor, der dort herrscht. Ohne sein Wort der Aufnahme, seid ihr nichts.

      §7 - Ein jeder Mensch, der von uns erfährt, ist zu töten oder zu wandeln. Überreste der Opfer sind dementsprechend zu beseitigen. Jenen,die uns nähren, kann Vergessen geschenkt werden. Doch zumindest muss ihr Bewusstsein ausgelöscht werden. Ausnahmen sind jene, die für uns arbeiten und an unserer Seite leben. Wenn sie geschworen haben, dies alles für sich zu behalten, gelten sie als unseres Gleichen und dürfen am Leben bleiben.

      §8 - Habet Achtung vor den Ältesten, denn sie überlebten die Jahrhunderte. Ihr Wissen und ihre Weisheit sind für uns alle von großem Nutzen. In Zeiten großer Gefahr, können sie uns leiten und wir folgen ihnen im Sinne unseres Volkes.

      §9 - Der ehrenvolle Vampir handelt stets im Sinne des Codex. Eine Zuwiderhandlung wird bestraft. Ein jeder Vampir, wir alle sind Anklägerund Richter zugleich. Es liegt also eure Pflicht, einen Verrat an unseren Regeln zu melden und Maßnahmen zu ergreifen.

      §10 - Bündnisse bewirken positives und sind von großem Nutzen, denn nur sie machen uns stark. Folgt denen, die zum Anführer geboren sind, denn sie handeln stets im Sinne unseres Volkes.

      §11 - Es ist eine große Ehre, ein Vampir zu sein, würdiget sie mit großen und ehrenvollen Taten für das Volk.

      §12 - Liebet eure Existenz als Vampir, denn sie ist die Vollkommenheit des Lebens!
    • Blutgattungen


      Im Jahre 1886 sind die uns heute geläufig Blutgruppen noch nicht bekannt, dennoch sind Vampire in der Lage, Unterschiede zu schmecken. Hierbei hat sich vor Jahrzehnten eine ganz eigene Bezeichnung herauskristallisiert, die wie folgend umrissen wird:

      Es ist eine Fehldefinierung zu sagen, dass Blut unterschiedlich schmeckt, vielmehr ist es der Geruch, der den Unterschied ausmacht. Da Geschmack und Geruch allerdings stark zusammenhängen, wird oftmals irrtümlich von Geschmack gesprochen, auch wenn der Geruch gemeint ist.

      Vampire sprechen nicht von Blutgruppen, sondern von Blutgattungen.

      Die Bezeichnungen hierbei sind ganz einfach, sie unterscheiden die Blutgattungen wie folgt:
      • Blutgeruch Eins wäre in unserer Sprache Blutgruppe A
      • Blutgeruch Zwei wäre in unserer Sprache Blutgruppe B
      • Blutgeruch Drei wäre in unserer Sprache Blutgruppe AB
      • Blutgeruch Vier wäre in unserer Sprache Blutgruppe 0
      Einige der wenigen älteren Vampire behaupten übrigens, dass es da noch eine weitere kleine Nuance gibt, doch da ist man sich nicht sicher, ob das tatsächlich der Wahrheit entspricht. In unserer heutigen Zeit bezieht es sich dabei auf Rhesus positiv und Rhesus negativ, allerdings gibt es zu wenige, die tatsächlich der Ansicht sind, weitere Nuancen wahrnehmen zu können.

      Charaktereigenschaften herauslesen

      Besonders alte Vampire sind in der Lage, Charaktereigenschaften aus dem Blut ihrer Opfer herauszulesen. Allerdings liegt das weniger am Geschmack, sondern vielmehr an der Verbindung, die man während des Trinkens zur betroffenen Person eingeht. Es ist sozusagen eine weitere telepathische Eigenschaft, die der Vampir entwickelt. Eine Fortsetzung des Gedankenlesens könnte man sagen.
    • Die Rolle der 13 Ersten

      die Spitze der Vampire


      Gemeinsam mit seiner Tochter, dem Diener, sich selbst und den sieben Herzögen, ergeben sie die schicksalshafte 13.
      13, die Zahl des Teufels, Humor hat Dracula, das muss man ihm lassen. Wenn man ihn fragen sollte, ob er sich großartig Gedanken darüber gemacht hat, warum er diese Staffelung erwählte, wird er nur müde lächeln und euch sagen, dass es Zufall war, aber macht er wirklich etwas zufällig? Damit wird er euch dann stehen lassen und weiter gehen ... Seine Fassade ist dick, keine Blicke dringen hindurch.

      Bräute, Herzöge, Schatten… Auch wenn diese Titel erst einmal irreführend sind, so haben sie doch einen eindeutigen Sinn, jedenfalls wenn man sich von der gängigen Bedeutung entfernt. Die Herzöge sind weder echte Herzöge, nun ja, bis auf eine Ausnahme und die Bräute sind keineswegs die zukünftigen Frauen des Grafen. Der Schatten ist kein Schatten. Alle Parteien haben eine ganz eigene Bewandtnis, die sehr wichtig für die aufstrebende Gesellschaft der Vampire ist.

      Die Herzöge

      Sie werden auch die sieben Zeichen genannt und sind allesamt Angehörige der Vollstreckungsgruppe des Grafen. Natürlich sind sie ihm treu ergeben, sonst hätte er sie nicht erwählt und zum Vampir gemacht. Sie besitzen alle eine ganz einzigartige Gabe, die er bereits zu Menschenzeiten in ihnen erkannte und daran aussuchte. Zusammen werden sie irgendwann eine Einheit ergeben und unter den Vampiren bekannt als die sieben Zeichen durch die Welt wandeln. Jeder weiß, wenn eines der sieben Zeichen bei ihm erscheint, hat sein letztes Stückchen geschlagen, denn der Graf schickt sie aus, um Verstöße gegen den Kodex zu ahnden.

      Warum sie Zeichen genannt werden, lässt sich ziemlich einfach anhand ihrer Fähigkeiten erkennen. Jeder besitzt eine einzigartige Fähigkeit, das macht sie zu einem Zeichen und gemeinsam sind sie alle passend aufeinander abgestimmt.

      Doch warum Herzöge? Diese Frage ist schon etwas komplexer zu beantworten und eigentlich doch wieder ganz einfach. Der erste Herzog war tatsächlich ein Herzog und so beschloss der Graf, sie alle als Herzöge zu bezeichnen. Die mit diesem Titel einhergehende Behandlung durch andere, ist nur dienlich für ihre Rolle. Außerdem wird in diesem Zusammenhang keiner besonders hervorgehoben, sodass auch keine Eifersüchteleien entstehen.

      Die Bräute

      Drei als Teil der Synthese und Vollkommenheit, drei als Urform der Familie, drei als Zeichen von Wichtigkeit, drei als Symbol für die allumfassende Göttlichkeit und schlussendlich alle guten Dinge sind drei. Drei Bräute sollen es werden.

      Drei Bräute sollen es sein, sie werden die einzigen Frauen neben der Tochter der ersten Generation darstellen und danach gemeinsam mit den Herzögen den Ursprung aller Vampire bilden. Der Graf sieht die erste Generation als zu mächtig an, sodass er sie auf diese zwölf Mitglieder eingrenzt, um sodann nie wieder zum Schöpfer zu werden.

      Das, was sie vereint, ist keine Beziehung im üblichen Maßstab. Sie geht über das menschliche Wissen hinaus und ist nicht direkt von Liebe geprägt, sondern wohl eher von gegenseitigem Verständnis. Sie sind allesamt frei in ihren Entscheidungen und dürfen lieben und hassen wen auch immer sie wollen, doch ihre absolute Treue gilt dem Grafen. Die Einhaltung des Codex ist ihre oberste Priorität und sie kehren, wo immer ihre Reise sich hinführt, wieder zurück zu ihrem Herrn und Erschaffer.

      Er hat seine Bräute den drei göttlichen Tugenden gewidmet: Glaube, Hoffnung und Liebe.

      Doch warum Bräute? Sie sind seine mentale Stütze, erinnern ihn an Normen und Werte. Fast so wie liebende Ehefrauen, aber da sie nicht seine Frauen sind und dass noch viel irreführender wäre, sind sie seine Bräute.

      Der Schatten

      Im Thronsaal steht der Schatten stets leicht versetzt hinter dem Grafen. Er steht wohl gemerkt, sitzt nicht. Er organisiert das Schloss, ist sozusagen sein Verwalter und nimmt dem Grafen damit allerhand Arbeit ab. Er ist auch Verwalter des Dienstbotenpersonals, Organisator und was nicht alles… Er ist vieles, eben der Schatten des Grafen, der ihm zur Hand geht. Um den Anschein einer Erbfolge zu wahren, wird der Schatten in regelmäßigen Abständen von ein paar Jahrzehnten nach außen hin zum Grafen, stirbt und der eigentliche Graf nimmt seinen Platz als dessen Sohn wieder ein. In Wahrheit leitete Graf natürlich weiterhin selbst die Geschicke, aber man will nach außen hin den Anschein eines gewissen Realismus entstehen lassen. Auch wenn sich die Bevölkerung wundert, dass Jahrzehnt um Jahrzehnt der Graf sich kaum zu verändern scheint.

      Von allen kennt der Schatten den Grafen wohl am längsten und weiß über Dinge Bescheid, die niemand anders jemals erfahren wird. Etwas hinterlistig, machte er sich selbst zum Vampir und kehrte irgendwann zurück, dient dem Grafen seit dem treu ergeben, wie schon so viele Jahre zuvor.

      Die Tochter

      Die Tochter ist der erste Vampir, den der Graf nach Jahrzehnten zum Vampir machte und damit die Erste der ersten Vampire. Sie ist etwas Besonderes und besitzt in vielen Aspekten Narrenfreiheit. Sie ist das ewige Kind, Beispiel dessen, dass man Unausgereifte nicht zu Vampiren machen sollte. Sie durchlebt ein grausames Schicksal, das weiß er und noch viel mehr weiß er, dass es sein Fehler gewesen war, sie zu dem zu machen, was sie ist.

      Der Graf

      Warum er sich selbst nur Graf nannte? Wo Herzöge aus den Augen des Adels gesehen doch über Grafen stehen? Nun, der Graf benötigt keinen Titel, um Anerkennung zu erhalten. Seine bloße Präsenz und seine Rolle genügen vollkommen. Außerdem schien es auch passend, sich einen Grafen zu nennen, wenn man sich den Landstrich besieht, über den er offiziell herrscht. Je höher der Titel, umso wichtiger die Position und desto mehr Aufmerksamkeit wird einem zum Teil. Diese Einzelheit wollte er natürlich in Sicherheit wissen.

      Das Zusammenspiel

      Zusammen ergeben sie die 13 und führen die Gesellschaft der Vampire an. Irgendwann, wenn seine Nachkommen bereit sind, wird der Graf die ersten alleine lassen und sich von alldem loslösen. Er will sie an einen Punkt bringen, an dem sie alleine über das, was er geschaffen hat, herrschen können. Es wird noch viele Jahre dauern, Jahrhunderte höchstwahrscheinlich, aber er ist geduldig und wartet auf den Tag, an dem der rechte Zeitpunkt gekommen ist.

      Sie alle sind gewissermaßen ebenbürtig, auch wenn sich die jeweilige Person natürlich hauptsächlich um ihre eigentliche Aufgabe kümmern sollte. Sei es die Beratung, die Verfolgung oder die Verwaltung, jeder hat seine Aufgabe, die es zu erfüllen gilt. Wenn er nicht da ist, gibt er alles in die Hand seiner Tochter, die wenn auch jung, in wichtigen Situationen die richtige Entscheidung zu treffen vermag und natürlich dazu angehalten ist, sich bei den anderen Rat zu erfragen.
    • Über die anderen


      Die Werwölfe

      Nun, im Prinzip ähnlich wie bei den Werwölfen, da auch in ihren Urinstinkten mit hinterlegt ist, dass Werwölfe zu ihren Feinden gehören. Doch eben da sie weitaus kontrollierter und weniger animalisch/emotional an alles herangehen, dürfte es ihnen deutlich leichter fallen, kühl zu bleiben. Hierbei ist es natürlich wieder personenabhängig, da auch Vampire unterschiedliche Persönlichkeiten besitzen und der eine jähzornig ist, während der andere das simple Wörtchen Wut überhaupt nicht zu kennen scheint. Von dem Faktum abgesehen, dass die Werwölfe für die Vampire nach nassem Hund und damit nicht wirklich angenehm riechen, kann es ohne Zweifel dazu kommen, dass eine Begegnung ruhig zugehen kann, wenn es denn die äußeren Umstände zulassen.

      Dracula weiß nichts von seinem Bruder und geht mit der Sache wie folgend um: lasst ihr uns in Ruhe, so lasse ich euch in Ruhe. Außerdem hat er ein Auge darauf, dass sie in der Stadt nicht allzu viel Unsinn treiben und auch da würde er eingreifen, wenn zu viel passiert. Ansonsten möchte er aber, dass sie in Frieden nebeneinander her leben können.

      Dracula weiß zwar von den Werwölfen, aber nicht, dass der Herr der Werwölfe sein eigener Bruder ist. Solange die Werwölfe keinen allzu großen Ärger fabrizieren und in der Stadt zu offensichtlich herum wüten, sieht er keinen Grund, ihren Unterschlupf auszumachen. Man könnte auch sagen, dass er des Kämpfens müde ist und und einfach nur in Ruhe leben will. Wenn ein Vampir sich in den Wald traut und dort versucht sein Unwesen zu treiben, ist es sein eigenes Risiko und der Graf nimmt diesen Verlust in Kauf. Immerhin müssen die Werwölfe genauso wie die Vampire von etwas leben. Er beobachtet also mehr oder minder misstrauisch, greift aber nicht einfach an.

      Wie viele Werwölfe im Wald hausen, das weiß keiner von ihnen so genau.

      Die Menschen


      Das ist noch viel mehr personenabhängig. Für die einen ist es Vieh, simple Nahrung, für den anderen Freund. Im Blutrausch sind sie unweigerlich Beute, doch ein gut genährter Vampir kann über Jahre ohne Zweifel mit einem Menschen befreundet sein, ohne diesen auch nur einmal anzugehen.

      Die Jäger

      Auch in diesem Falle sind es Feinde, da sie Jagd auf die Vampire machen. Sie versuchen ihnen allerdings aus dem Weg zu gehen, da sie prinzipiell keine Feindschaft gegenüber ihnen empfinden und sie im Prinzip nichts anderes als Menschen sind. Wie auch die Werwölfe, wollen die Vampire meist in Frieden leben, verteidigen sich aber, sofern es sein muss. Es gibt durchaus auch Vampire, die es sich zum Spaß gemacht haben, Jäger selbst zu jagen. Nicht ungefährlich, gerade zur jetzigen Zeit, wo der Fortschritt mit raschen Schritten Einzug hält.